„Frisch machen“ – Inklusion in Jugendwerkstätten - Inspiration für die Arbeit gegen Ausgrenzung

Im Projekt Under Construction (2013 - 2015) hatten drei Jugendwerkstätten der Jugendhilfe Köln  zusätzlich den Auftrag, den Gesamtprozess in Form einer Handreichung zu dokumentieren. Diese Broschüre kann als Leitfaden genutzt werden, der den Prozess nachzeichnet und zur Nachahmung empfiehlt. Sie zeigt, was das konkret – auch für Nachahmer – bedeutet:

  • informiert sein über die Anforderungen und Debatten zur Inklusion
  • ein gemeinsames Verständnis von Inklusion sowie inklusiver Jugendwerkstatt entwickeln
  • einen eigenen Katalog zur inklusiven Analyse und Planung erarbeiten und erproben
  • Jugendwerkstätten in ihrem Auftrag, ihren Kulturen / Werten, Programmen und Praktiken in der sich verändernden Bildungslandschaft positionieren.

LAG Jugendsozialarbeit NRW als Herausgeber und der Projektpartner die „Jugendhilfe Köln e.V.“ als Träger der drei Jugendwerstätten haben die Broschüre in enger Kooperation erstellt.

Das Projekt Under Construction - durchgeführt von G5

"Under construction"

Von November 2013 bis März 2015 lief das G5-Inklusionsprojekt „Under Construction“. Ziel war die Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder-, Jugend- und Jugendsozialarbeit und die Durchführung von 15 unterschiedlichen Inklusionsprojekten in ganz NRW.
2 der 15 Projekte befassten sich mit Themen aus der Jugendsozialarbeit. Die Praxisprojekte zeigen verschiedene Ansätze, unter welchen Bedingungen inklusive Arbeit gelingen kann. Sie verdeutlichen aber auch, wo Stolpersteine liegen. Auf der politischen Ebene gilt es Antworten darauf zu finden, wie es gelingen kann, das Thema Inklusion systematisch in die Jugendförderung mit aufzunehmen. Inklusion ist ein Prozess – mit dem Projekt „Under Construction“ wurden erste Schritte gegangen und ein Fundament für weitere Entwicklungen gelegt.

Die gesamte Bandbreite zeigt der projektbegleitend entstandene Film. Link zum Film

Inklusion fängt in den Köpfen an - Jugendsozialarbeit in einem inklusiven Gemeinwesen

inklusion

Über zwanzig Fachkräfte aus der Jugendsozialarbeit beteiligten sich an einem Expertengespräch zum Thema "Jugendsozialarbeit in einem inklusiven Gemeinwesen". Die Ergebnisse dieses Fachgespräches dienen der LAG JSA NRW dazu, die Position der Jugendsozialarbeit in NRW zur Inklusion darzustellen, zukünftige Aufgaben zu beschreiben und Anforderungen sowohl an die Einrichtungen und Träger, aber auch an Politik und Verwaltung zu formulieren."Inklusion fängt in den Köpfen an" so Stefan Ewers, Sprecher der LAG JSA NRW. "Bevor Träger und Einrichtungen anfangen, inklusive Projekte und Maßnahmen zu planen, halten wir es für notwendig, sich  mit dem Grundgedanken der Inklusion auseinanderzusetzen und eine entsprechende Haltung zu entwickeln." Die Ergebnisse dieses Expertengespräches sollen in einer weiteren Tagung mit verschiedenen Partnern diskutiert werden.

Im Rahmen des Expertengesprächs wurde unter anderem auch auf den "Index für Inklusion" hingewiesen. Der Index steht ihnen -> hier zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus wurde inzwischen auch ein "Kommunaler Index für Inklusion" entwickelt, den sie -> hier downloaden können. Die weiteren Ergebnisse des Expertengesprächs werden in Kürze hier auf der Homepage erscheinen.

Inklusion und Jugendsozialarbeit?!

Der Begriff der "Inklusion" ist mittlerweile längst auch in der Jugendsozialarbeit angekommen. Gleichzeitig kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass häufig unklar bleibt, was denn nun genau mit diesem Begriff gemeint ist, was Inklusion insgesamt umfasst und was genau mit diesem Begriffgemeint ist. Mit  ihrer Veröffentlichung "Inklusion und Jugendsozialarbeit! Inklusion in der Jugendsozialarbeit?" wirft die LAG JSA NRW ein erstes Schlaglicht auf dieses breite und umfassende Thema.
Die Veröffentlichung steht zum Download zur Verfügung.

Grundlage für Inklusion: die UN-Behindertenrechtskonvention

Die Landesregierung NRW hat am 03. Juli 2012 den Aktionsplan "Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv" verabschiedet. Dieser Aktionsplan bildet laut Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider den sozialpolitischen Schwerpunkt der Landesregierung. Inklusion sei eine Mammut-Aufgabe, so Schneider weiter. Mit dem Aktionsplan will die Landesregierung die menschenrechtlichen Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention in konkrete Landespolitik umsetzen.

Den Vetragstext und weitere Informationen zur UN-Behindertenrechtskonvention finden Sie hier.